28.11.2009 | 15:32
DAS JOURNAL - dasjournal.net
Ende der großen Schweinegrippe-Welle?
 Foto: boellstiftung/flickr |
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Deutschland: Zahl der Patienten geht zurück
Die Schweinegrippe könnte auch in Deutschland ihren Scheitelpunkt erreicht haben.
In Bayern, wo die zweite Welle ihren Anlauf nahm, geht die Zahl der Patienten, die wegen akuter Atemwegserkrankungen zum Arzt gehen, schon seit zwei Wochen zurück. "Das ist ein zarter Trend", sagt die Sprecherin des Robert Koch-Instituts, Susanne Glasmacher, dem "Spiegel" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe.
Inzwischen scheint sich die Lage aber auch in den nördlichen Ländern zu entspannen. Die pflegerische Leiterin der Notfallambulanz am Altonaer Kinderkrankenhaus in Hamburg, Doris Schrage, sagte, dass die die große Infektionswelle vermutlich schon vorbei sei. Die Ruhe nach dem ersten Sturm genießen auch die Mitarbeiter im hannoverschen Kinderkrankenhaus auf der Bult. "Wir wissen nur noch nicht, ob es das wirklich schon war", sagt Chefarzt Thorsten Wygold dem "Spiegel".
Der Kinderarzt Heiko Krude am Berliner Virchow-Klinikum glaubt, dass die Mediziner das Seuchengeschehen im Griff haben. "Die Symptome sind weitgehend mild, wir haben keine Knappheit bei Intensivbetten oder Beatmungsgeräten."
Bis zu 4,8 Millionen Deutsche, darunter Risikogruppen und Mitarbeiter des Gesundheitswesens, sind inzwischen geimpft. Ein Präparat für die dritte Risikogruppe, die Schwangeren, soll in der kommenden Woche zugelassen werden. An diesem Dienstag wollen die Landesgesundheitsministerien nach Informationen des Magazins beraten, wie dringend sie der gesunden Bevölkerung die Impfspritze empfehlen wollen. Insbesondere soll es um die Frage von Massenimpfungen in Betrieben gehen.
Schon jetzt rechnen die Länder damit, auf einem erheblichen Teil der 50 Millionen Impfdosen sitzen zu bleiben. "Wir wollen jetzt beim Hersteller Glaxo-SmithKline ausloten, ob wir wirklich alle Dosen abnehmen müssen", sagt ein mit den Vertragsverhandlungen vertrauter Ministerialer dem Spiegel. Auch hätten ein halbes Dutzend Staaten, darunter die Ukraine, Interesse am deutschen Impfstoff angemeldet. (dts/red)
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