In der Studie untersuchte der VKI Direktflüge der Firmen Austrian
Airlines (AUA), British Airways (BA) und easyJet von Wien nach London
beziehungsweise von Bratislava nach London, was von Ryanair und
SkyEurope angeboten wird. "Je nach dem wann man bucht und mit wem man
fliegt, schwanken die Preise für Hin- und Rückflug zwischen 100 und 800
Euro", so Floss weiter.
In einem Punkt sind sich aber Billigflieger und Linienriesen einig.
Je später gebucht wird, desto teurer wird es. In der Untersuchung
stellte sich heraus, dass Reisende, die bereits im Februar einen Flug
für Juli orderten, bei Ryanair und Co. zwischen 100 und 200 Euro zu
zahlen hatten. AUA oder BA verlangtem zum selben Zeitpunkt 200 bis 300
Euro. "Wirkliche Preisunterschiede stellten wir erst ein bis zwei
Wochen vor dem Abflugtermin fest", sagt Floss. Wer mit einem
Billiganbieter abhob, zahlte dann 200 bis 400 Euro. Bei den
Linienfliegern musste man zu diesem Zeitpunkt das Doppelte ausgeben.
"Was selbst uns überrascht hat, waren die teilweise sehr
erfinderischen Zuschläge", führt Floss aus. Aufschläge für
Kreditkartenzahlung, Check-in am Schalter oder exorbitante
Gepäckzuschlagspreise förderten die Tester ans Tageslicht. Bei Ryanair
beispielsweise müssen Reisende pro Kilogramm Übergepäck und Flugstrecke
15 Euro zahlen. Ein Ticket auf jemand anderes umzuschreiben, schlägt
mit bis zu 100 Euro zu Buche.
"Wer im Internet auf der Suche nach Schnäppchen ist, der sollte
mindestens zwei bis drei Stunden Zeit investieren. Denn es gibt viele
gute, aber auch viele schlechte Angebote", meint Doppler. Für alle, die
diese Zeit nicht haben oder weniger internetaffin sind, rät sie zum
Gang ins Reisebüro. "Dort kennt man sich genau mit den Fluglinien aus
und kann ein gutes Angebot vermitteln", so die Finanzexpertin weiter.
Warnende Worte richtete der VKI an User, die sich blind auf
Flug-Suchmaschinen wie "Expedia" oder "Opodo" verlassen. "Teilweise
fanden wir dort günstigere Angebote als bei den Fluglinien aber auch
teurere", sagt Floss. Von daher empfiehlt er stets einen Kontrollblick
auf die Fluglinien-Homepage zu werfen.
Zum Abschluss hatten die Verbraucher noch zwei Tipps für Reisende.
Wer bei Hin- und Rückflug auf verschiedene Airlines setzt, steigt
möglicherweise günstiger aus. Zudem empfehlen sie, wenn möglich, auf
weniger frequentierte Reisetage (wochentags) zurückzugreifen. "Dadurch,
dass die Flugzeuge dann weniger stark ausgelastet sind, hat man eine
größere Chance auf billige Tickets", sagt Floss abschließend. (pte)
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Aussender:
pressetext.austria
Redakteur:
Erik Staschöfsky