21.11.2008 | 17:17

Flüchtlingsboot untergegangen

Flüchtlingboot vor Italien (AFP)

Beim Untergang eines Flüchtlingsbootes vor der französischen Insel Mayotte im Indischen Ozean sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Weitere sieben Menschen wurden vermisst, wie die örtlichen französischen Behörden am Freitag mitteilten. Zwölf Menschen konnten demnach gerettet werden. Den Angaben zufolge befanden sich 26 Erwachsene und sieben Kinder auf dem Boot, als dies nachts etwa zehn Kilometer vor der Küste an einem Korallenriff unterging.

Ein Fischer sei den Flüchtlingen als erster zu Hilfe gekommen, als das sieben Meter lange Motorboot gekentert sei, teilten die Behörden mit. Er habe acht Menschen gerettet und dann die Polizei alarmiert. Die Rettungskräfte hätten vier weitere Menschen in Sicherheit gebracht.

Das Flüchtlingsboot war den Angaben zufolge von der ostafrikanischen Inselgruppe Komoren in See gestochen, die nordwestlich von Mayotte liegt. Mayotte liegt etwa siebzig Kilometer von der Hauptinsel der Komoren entfernt und hat ein neunmal so großes Bruttoinlandsprodukt pro Kopf wie die Inselgruppe. Allein in diesem Jahr fing die französische Polizei dort rund zweihundert Flüchtlingsboote ab. (AFP/red.)

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