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Irland könne die Entscheidung nicht mehr lange vor sich herschieben, erklärte Leinen. Er forderte auch die Tschechische Republik auf, den Ratifizierungsprozess zügig abzuschließen. Es wäre eine "Blamage" für Prag, wenn ausgerechnet die künftige EU-Ratspräsidentschaft dies nicht schaffen könne. Schwarzenberg sagte dem österreichischen Radiosender Ö1, im tschechischen Parlament gebe es eine "sichere Mehrheit" für den EU-Vertrag und für eine "dynamische EU-Ratspräsidentschaft".
Das Verfassungsgericht in Prag entscheidet am kommenden Dienstag, ob der EU-Vertrag mit der tschechischen Verfassung vereinbar ist. Der als erklärter EU-Skeptiker bekannte tschechische Präsident, Vaclav Klaus, hatte sich kürzlich als "Dissident der EU" bezeichnet. Tschechien löst im Januar für ein halbes Jahr Frankreich an der Spitze des EU-Ministerrats ab.
Pöttering trifft nach Angaben des Europäischen Parlaments am Dienstag im irischen Parlament Mitglieder des Unterausschusses für den Lissabon-Vertrag. Irland hatte das Vertragswerk bei einer Volksabstimmung im Juni abgelehnt.
Der Vertrag von Lissabon soll die Institutionen und die
Entscheidungsprozesse in der EU effizienter machen. Für ein
Inkrafttreten fehlt noch die Zustimmung Tschechiens und Irlands.
Derzeit gibt es keine Gewissheit über das weitere Vorgehen. (AFP/red.)
