Laut "Irish Times" mussten sich die Befragten darüber äußern, wie
sie stimmen würden, wenn Irland seinen EU-Kommissar behalten kann.
Gleichzeitig wurde ihnen zugesichert, dass eine Unterstützung des
Reformvertrags das geltende Abtreibungsverbot ebenso unberührt lassen
würde wie die militärische Neutralität des Landes und die niedrigen
Unternehmenssteuern. Eine Analyse der irischen Regierung zu den Gründen
für das "Nein" hatte unter anderem ergeben, dass die Gegner genau wegen
dieser Themen keinen Vertrag wollten. Nach Angaben der Zeitung müsste
der Reformvertrag wegen dieser Zusicherungen nicht neu verhandelt
werden.
Der Vertrag von Lissabon soll die Institutionen der EU schlanker
machen und die Entscheidungsprozesse vereinfachen. Damit er in Kraft
treten kann, müssen ihn alle 27 Mitgliedsländer ratifizieren. Der
irische Premierminister Brian Cowen soll beim EU-Gipfel im Dezember
Vorschläge für einen Ausweg aus der Krise unterbreiten. Irland ist der
einzige EU-Staat, in dem die Bevölkerung abstimmte. (AFP/red.)