13.11.2008 | 17:49

EU und Libyen verhandeln

Ferrero-Waldner (Foto: AFP)

Nach Jahren unterkühlter Beziehungen verhandeln die EU und Libyen seit Donnerstag über ein Partnerschaftsabkommen. Bei den in Brüssel begonnenen Gesprächen geht es EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner zufolge vor allem um Energie. "Libyen ist ein Schlüssellieferant und mehr als 90 Prozent seiner Erdölexporte gehen in die EU." Libyen ist der viertgrößte Lieferant der Union für Öl (acht Prozent der Importe 2005) und der fünftgrößte für Gas (zwei Prozent der Importe 2005). Ferrero-Waldner zeigte sich zuversichtlich, dass im Jahr 2009 ein Rahmenabkommen unterzeichnet werden kann.

Das nordafrikanische Land ist in den Augen der Kommission darüber hinaus wichtig bei der Schaffung eines "regionalen euro-mediterranen Marktes für Strom und Gas". Dieses Ziel gehört in eine umfassende Kommissionsstrategie zur Energiesicherheit. Libyen ist der einzige Mittelmeeranrainer, der bislang durch kein Abkommen mit der EU verbunden ist. Nach dem Attentat von Lockerbie 1988 war es bis 2004 von Sanktionen der EU betroffen. Angesichts der Kritik von Menschenrechtsorganisationen an der libyschen Regierung versicherte die EU-Kommission, dass die angestrebte Partnerschaft auf bestimmten "fundamentalen Prinzipien" gründe. (AFP/red.)

1 / 5 (1 Bewertungen)
DAS JOURNAL
13.11.2008 | 17:49
Europa wird weiter mit Gas versorgt

Europa wird weiter mit Gas versorgt

02.01.2009 | 16:18

Lieferungen nicht vom Streit betroffen

EU fordert Sicherheit für Gaslieferungen

EU fordert Sicherheit für Gaslieferungen

01.01.2009 | 13:45

"Alle Verpflichtungen müssen eingehalten werden"

Tschechien übernimmt EU-Vorsitz

Tschechien übernimmt EU-Vorsitz

01.01.2009 | 11:24

Amt steht unter keinem guten Stern

LESERBEITRÄGE
Ihr Name/Nick
Ihre E-mail (wird nicht angezeigt)
Betreff
Kommentar [800 Zeichen]


LETZTE MELDUNGEN
BELIEBTE ARTIKEL


Google-Anzeigen