EU und Libyen verhandeln
 Ferrero-Waldner (Foto: AFP) |
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Nach Jahren unterkühlter Beziehungen verhandeln die EU und Libyen seit Donnerstag über ein Partnerschaftsabkommen. Bei den in Brüssel begonnenen Gesprächen geht es EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner zufolge vor allem um Energie. "Libyen ist ein Schlüssellieferant und mehr als 90 Prozent seiner Erdölexporte gehen in die EU." Libyen ist der viertgrößte Lieferant der Union für Öl (acht Prozent der Importe 2005) und der fünftgrößte für Gas (zwei Prozent der Importe 2005). Ferrero-Waldner zeigte sich zuversichtlich, dass im Jahr 2009 ein Rahmenabkommen unterzeichnet werden kann.
Das nordafrikanische Land ist in den Augen der Kommission darüber
hinaus wichtig bei der Schaffung eines "regionalen euro-mediterranen
Marktes für Strom und Gas". Dieses Ziel gehört in eine umfassende
Kommissionsstrategie zur Energiesicherheit. Libyen ist der einzige
Mittelmeeranrainer, der bislang durch kein Abkommen mit der EU
verbunden ist. Nach dem Attentat von Lockerbie 1988 war es bis 2004 von
Sanktionen der EU betroffen. Angesichts der Kritik von
Menschenrechtsorganisationen an der libyschen Regierung versicherte die
EU-Kommission, dass die angestrebte Partnerschaft auf bestimmten
"fundamentalen Prinzipien" gründe. (AFP/red.)

02.01.2009 | 16:18
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