Die vier Mitglieder der Anden-Gemeinschaft sind über das
Freihandelsabkommen schon seit längerem uneins: Während Peru und
Kolumbien für eine solche Vereinbarung mit den Europäern sind, lehnen
die eher linksgerichteten Regierung von Bolivien und Ecuador sie ab.
Die EU hatte sich zunächst um gemeinsame Verhandlungen bemüht.
Angesichts der Uneinigkeit der Anden-Gemeinschaft kündigte sie jedoch
im Mai Verhandlungen mit Einzelstaaten an.
Bolivien reagierte verärgert auf die Ankündigung Ferrero-Waldners.
Die EU müsse zu der Vereinbarung stehen, mit dem Staatenbund als Ganzes
zu verhandeln, sagte Präsident Evo Morales vor Journalisten in der
Hauptstadt La Paz. (AFP/red.)