11.11.2008 | 20:09

EU will mit Kolumbien und Peru gesondert verhandeln

EU-Flaggen (AFP)

Angesichts der festgefahrenen Verhandlungen mit der Anden-Gemeinschaft will die Europäische Union mit Kolumbien und Peru gesondert über Freihandelsabkommen beraten. Wie EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner am Dienstag in Brüssel mitteilte, war es nicht möglich, mit allen vier Staaten der Anden-Gemeinschaft eine Einigung zu erzielen. Kolumbien und Peru hätten jedoch wiederholt ihre Bereitschaft gezeigt, bei den Verhandlungen mit der EU voranzukommen. "Ich denke, wir sollten diesen Weg weiter gehen", sagte Ferrero-Waldner nach Gesprächen mit den Außenministern beider Länder.

Die vier Mitglieder der Anden-Gemeinschaft sind über das Freihandelsabkommen schon seit längerem uneins: Während Peru und Kolumbien für eine solche Vereinbarung mit den Europäern sind, lehnen die eher linksgerichteten Regierung von Bolivien und Ecuador sie ab. Die EU hatte sich zunächst um gemeinsame Verhandlungen bemüht. Angesichts der Uneinigkeit der Anden-Gemeinschaft kündigte sie jedoch im Mai Verhandlungen mit Einzelstaaten an.

Bolivien reagierte verärgert auf die Ankündigung Ferrero-Waldners. Die EU müsse zu der Vereinbarung stehen, mit dem Staatenbund als Ganzes zu verhandeln, sagte Präsident Evo Morales vor Journalisten in der Hauptstadt La Paz. (AFP/red.)

DAS JOURNAL
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