Seither würdigte das Parlament ein breite Palette von Persönlichkeiten und Organisationen: Viele der Preisträger mussten ihren Einsatz mit langjährigen Haftstrafen büßen - wie die birmanische Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi, die kurdischstämmige türkische Abgeordnete Leyla Zana oder der kubanische Oppositionelle Oswaldo Payá. Andere trotzten Morddrohungen, wie die algerische Journalistin Salima Ghezali oder die Mitglieder der Bürgerinitiative "Basta Ya!", die gegen den Terrorismus der baskischen Untergrundbewegung ETA ankämpfte.
Zu den ausgezeichneten Organisationen gehören die
"Reporter ohne Grenzen", der weißrussische
Journalistenverband, die in Kuba für Menschenrechte
kämpfenden "Damen in Weiß" und die
argentinischen "Mütter der Plaza de Mayo", die
unermüdlich mit Demonstrationen Auskunft über ihre
während der Militärdiktatur verschwundenen Kinder
verlangen. Ein besonderes Zeichen setzte das Europaparlament
mit dem Sacharow-Preis Preis 2001: Ihn erhielten gemeinsam
ein palästinensischer Vater und eine israelische
Mutter. Jeder von ihnen hatte im Nahost-Konflikt ein Kind
verloren. Dennoch setzten sich beide für eine
Aussöhnung zwischen Israelis und Palästinensern ein. (AFP)
