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Russlands NATO-Botschafter Rogosin forderte im Kampf gegen die Piraterie internationales Handeln. Allerdings genüge "ein bloßer Flotten-Einsatz vor der Küste" nicht. Nun sei es an der EU und an der NATO, ein Vorgehen am Boden zu planen.
Der französische EU-Ratsvorsitz hatte am Mittwoch
verkündet, dass der europäische
Anti-Piraten-Einsatz im Golf von Aden am 8. Dezember
anlaufen soll. In Deutschland ist noch strittig, inwieweit
die Bundespolizei miteinbezogen wird. Der
Bundeswehrverband forderte die Regierung auf, rasch Klarheit
über die deutsche Beteiligung zu schaffen.
Die USA, die bereits Kriegsschiffe zur Patrouille vor Somalia entsandt haben, erklärten, dass dem Problem der Schiffsentführungen nicht nur militärisch beizukommen sei. Somalias Ministerpräsident Nur Hassan Hussein bat die internationale Gemeinschaft, im Kampf gegen die Piraterie seinem Land auch dabei zu helfen, wieder eine funktionstüchtige Regierung einzusetzen.
Somalia
versinkt seit dem Beginn des Bürgerkriegs 1991 im
Chaos. Vor der Küste des Landes griffen Piraten in
diesem Jahr bereits mehr als 90 Schiffe an. Für die am
Wochenende gekaperte "Sirius Star" setzten die
Piraten eine Frist zur Übergabe des
Lösegelds. "Die Saudis haben zehn Tage Zeit,
sonst greifen wir zu Maßnahmen, die
katastrophal sein könnten", sagte einer
der Piraten der Nachrichtenagentur AFP. (AFP/red.)
