05.11.2008 | 17:05

Allergien durch Anti-Schimmel-Mittel in Schuhen aus China

Foto: pixelio.de, Christian Seidel

Nach teilweise heftigen allergischen Reaktionen von Kunden auf ein Anti-Schimmel-Mittel in chinesischen Schuhen haben die französischen Behörden eine Untersuchung gestartet. In verschiedenen Schuhen, Sandalen und Stiefeln aus China sei das in der EU verbotene Mittel Dimethylfumarat aufgefallen, teilte die französischen Gesundheitsbehörde DGS am Mittwoch in Paris mit. Die Schuhkette Etam nahm in Frankreich ein Paar betroffene Stiefel aus China aus dem Verkauf. Grund waren bei einer Kundin aufgetretene schwere Ekzeme.

Der in der EU verbotene Stoff Dimethylfumarat war bereits im Sommer in Frankreich in Sesseln aus China aufgefallen, die daraufhin aus dem Handel genommen wurden. Dimethylfumarat, das Waren ähnlich wie ungefährliches Silikatgel in Säckchen beigelegt wird, kann laut DGS zu starken Ekzemen mit verbrennungsartigen Verletzungen führen.

Bei Angers wurde die Besitzerin eines Schuhgeschäfts selbst Opfer einer Allergie durch Stiefel aus China. Einige Stunden, nachdem sie selbst die Schuhe angezogen habe, seien ihre Füße stark angeschwollen, sagte die 36 Jahre alte Véronique Homer aus Ingrandes-sur-Loire. "Die Schmerzen waren furchtbar, als ob man mich ins Feuer gestellt hätte." Ihr Arzt habe dann die Verbindung mit Dimethylfumarat hergestellt. Homer will jetzt Klage gegen den Großhändler einreichen, der ihr die Schuhe geliefert hat.

AFP | DAS JOURNAL
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