Offizielle britische Stellen betonen in diesem Zusammenhang, dass
es durchschnittlich zehn Tage dauere bis das Blut in die Krankenhäuser
gelange, berichtet BBC Online. Tägliche Lieferungen stellten sicher,
dass es zu keiner zu langen Lagerung kommen könne. In den USA ist der
Einsatz von Blut verboten, das länger als 42 Tage gelagert wurde. In
Großbritannien liegt das Limit bei 35 Tagen. Nach zwei Wochen Lagerung
beginnen die roten Blutkörperchen sich zu verändern. Die Folge ist die
Freisetzung von Zytokinen - Chemikalien, die dafür bekannt sind, die
Funktion des Immunsystems zu beeinträchtigen. Hohe Werte könnten daher
Patienten anfälliger für Infektionen machen.
Das Team um David Gerber stellte der Anzahl der
Krankenhaus-Infektionen bei 422 Patienten das Alter des für
Transfusionen verwendeten Blutes gegenüber. Es zeigte sich, dass das
Blut durchschnittlich 26 Tage alt war. 70 Prozent der Patienten
erhielten Blut, das länger als 21 Tage gelagert worden war. Insgesamt
erkrankten 57 Patienten an einer Infektion. Sie hatten Blut erhalten,
das älter war als das der anderen. Durchschnittlich war es dreieinhalb
Tage länger gelagert worden. Patienten, die Blut bekamen, das älter als
28 Tage war, erkrankten doppelt so wahrscheinlich an einer Infektion.
Je mehr Blut verabreicht wurde, desto höher war auch das Risiko. Gerber
geht allerdings davon aus, dass eine Veränderung der Lagerungsfristen
zu Engpässen in der Blutversorgung führen könnte.
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Aussender:
pressetext.europa
Redakteur:
Michaela Monschein