Menschliche Knochenteile im Paulus-Grab in Rom entdeckt
Analyse datiert Fragmente auf 1. oder 2. Jahrhundert
Bei Untersuchungen des jahrhundertlang ungeöffneten Grabes des Apostel Paulus in Rom sind menschliche Knochenreste entdeckt worden.
Papst Benedikt XVI. sagte am Sonntagabend in Rom zum Abschluss des Paulus-Gedenkjahres, die Entdeckung untermauere die Sichtweise, dass es sich bei dem Grab in der Paulus-Basilika tatsächlich um das Grab des Apostels handele. Der Sarg sei "jüngst Gegenstand einer wissenschaftlichen Untersuchung" gewesen, sagte der Papst. Dabei sei "ein kleines Loch" gebohrt worden, um dessen Inhalt zu analysieren. Kleinste menschliche Knochenfragmente seien zutage gefördert worden. Eine C-14-Untersuchung (Radiocarbon-Methode) habe die Knochenreste auf das 1. oder 2. Jahrhundert nach Christus datieren können.
Der für die Paulus-Basilika zuständige italienische Kardinal Andrea Cordero Lanza di Montezemolo hatte erst am Freitag bei einer Pressekonferenz im Vatikan gesagt, der Papst schließe eine genaue Analyse des Paulus-Sarkophags nicht aus. Allerdings sei eine solche Untersuchung sehr aufwändig. Der Paulus-Sarkophag war bei Forschungsarbeiten unter dem Hauptaltar der römischen Paulsbasilika freigelegt worden. Eine genaue Untersuchung würde laut Montezemolo umfangreiche Baumaßnahmen am Altar selbst erfordern. (AFP/red.)




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