Die Teilnehmer an der Studie verfügten über Cholesterinwerte, die
unter jenen lagen, die normalerweise auf die Notwendigkeit einer
Behandlung hindeuten und litten auch unter keinen anderen Anzeichen
einer Herzerkrankung. Erhöht waren die Werte eines
C-reaktiven-Proteins, das auf eine Entzündung im Körper hinweist und
ein Marker für zukünftige einschlägige Erkrankungen sein soll. Nach
einem Beobachtungszeitraum von bis zu zwei Jahren, verringerten 20
Milligramm Rosuvastatin täglich, die Cholesterinwerte um 50 Prozent und
die Werte des C-reaktiven-Proteins um 37 Prozent. Insgesamt sank die
Wahrscheinlichkeit eines Herzanfalls, eines Schlaganfalls, einer
Einlieferung ins Krankenhaus aufgrund von Schmerzen im Brustbereich
oder eines Todesfalls durch eine kardiovaskuläre Erkrankung um 44
Prozent. Laut den Wissenschaftlern sollen auch Teilnehmer mit einem
sehr geringen Risiko innerhalb von zehn Jahren profitieren.
Keine
Erklärung konnte dafür gefunden werden, warum die Statin-Gruppe
häufiger an Diabetes erkrankte. Ihre Blutzuckerwerte entsprechen in
etwa jenen Teilnehmern, die ein Blindpräparat eingenommen hatten.
Allein in Großbritannien nehmen derzeit Millionen Menschen Statine ein.
Das National Institute of Clinical and Health Excellence (NICE)
http://www.nice.org.uk
geht derzeit davon aus, dass Menschen mit einem 20prozentigen Risiko in
den nächsten Jahren einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu
erleiden, eine tägliche Dosis Simvastatin verschrieben werden sollte.
Dieses Medikament ist das billigste aller Statine. NICE wird laut BBC
seine Empfehlungen in Kürze einer umfassenden Überprüfung unterziehen.
http://www.astrazeneca.com
http://content.nejm.org
Aussender:
pressetext.europa
Redakteur:
Michaela Monschein