Langfristig werden Hautkrebse durch unbewusste Mitbehandlung verkannt. Sonnenausgelöste Pigmentflecke und Muttermale können vom Laien nicht beurteilt werden. Hier verstecken sich in bis zu 15 Prozent bösartige Veränderungen. "Auch vorher unkomplizierte Hauterscheinungen sind für den Fachmann unterm Mikroskop dann als sogenannte Pseudomelanome sichtbar", bestätigt der deutsche Laser-Medizin-Experte Dr. Reinhard Gansel. "Durch unsachgemäße Behandlung können diese Veränderungen übersehen werden und in der Folge verstärkt werden. Auch bei der häufig angebotenen Enthaarungsbehandlung werden immer Hautpigmente miterfasst und Frauen, die unter hormonellen Störungen leiden werden später vom Arzt nicht mehr leicht diagnostiziert", so Gansel.
Ein Hauptsymptom der Überbehaarung z.B. PCO - Syndrom ist nicht mehr vorhanden. In den Nachbarländern versucht man aktuell seit vier Jahren diesen Missständen Einheit zu gebieten. In Dänemark wurde daher die Laienbehandlung von unerwünschtem Haarwuchs bereits per Gesetz verboten. "Wir empfehlen daher auch jenen Konsumenten, die sich bereits von Laien epilieren haben lassen, sich von Dermatologen einer Kontrolle zu ziehen", so Sandhofer vor den rund 100 teilnehmenden Fachärzten des AACS-Kongresses in Linz. (OTS)