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Die Shuttle-Besatzung soll in der größten Renovierungsaktion auf der ISS seit dem Start des Programms im November 1998 unter anderen zwei neue Schlafkabinen einbauen, außerdem Fitnessgeräte, eine zweite Toilette, zwei neue Kochöfen, einen Lebensmittelkühlschrank sowie ein Gefriergerät. "In dieser Mission geht es um Heimverschönerung", hatte Shuttle-Kommandant Chris Ferguson noch vor einigen Tagen im Scherz gesagt. Durch die Umbauten werde die ISS zu einem "Haus mit fünf Schlafzimmern, zwei Bädern und einer Küche", sagte ein NASA-Experte nach dem Start. Künftig sollen sechs statt bisher drei Raumfahrer als Langzeitbesatzung auf der ISS leben können.
Während der 12-tägigen Mission auf der ISS sollen die Astronauten auch eine Anlage einbauen, mit der Urin wieder in Trinkwasser umgewandelt werden kann. Mit der 250 Millionen Dollar (197 Millionen Euro) teuren Installation soll die Menge an Wasser verringert werden, die von der Erde zu der Raumstation geflogen werden muss. Bislang sind dies 6,8 Tonnen pro Jahr. Geplant sind zudem mindestens vier Außeneinsätze, bei denen die Astronauten die defekten Drehgelenke eines für die Energieversorgung wichtigen Sonnenflügels reinigen und einfetten.
Durch die Erweiterung sollen mehr Schwerelosigkeits-Experimente mit Blick auf die weitere Erforschung des Weltraums möglich werden, außerdem können künftig auch europäische und japanische Astronauten zu längeren Aufenthalten auf die Station reisen. Japan und Europa verfügen über eigene Labors auf der ISS - Kibo und Columbus.
Die "Endeavour" sollte laut NASA am Sonntagabend (23.13 Uhr MEZ) an der Internationalen Raumstation andocken. Die Mission soll nach bisherigem Stand bis zum 29. November dauern, sie könnte aber um einen Tag verlängert werden. Von den sieben Astronauten an Bord wird die Spezialistin Sandra Magnus bis Februar auf der ISS bleiben, die US-Astronautin ersetzt ihren Landsmann Greg Chamitoff.
Die Besatzung der ISS wollte in den Stunden vor Ankunft der
"Endeavour" den Roboterarm der Station für eine Inspektion des
Shuttle-Hitzeschilds vorbereiten. Im Jahr 2003 war die Raumfähre
"Columbia" wegen eines Schadens an den Hitzekacheln beim Wiedereintritt
in die Atmosphäre auseinandergebrochen, sieben Astronauten kamen ums
Leben. (AFP/red.)

