Grund für den Preisrutsch unter die 50-Euro-Marke sei die Annahme,
dass die großen Erdölförderstaaten entgegen ihren Ankündigungen die
Ölfördermengen nicht reduzieren wollten, sagte ein Analyst. Am Montag
hatte das Ölkartell OPEC angekündigt, die Fördermengen zu reduzieren,
um einem weiteren Preisverfall zu stoppen. Das Kartell kontrolliert
rund 40 Prozent der weltweiten Ölförderung.
Am Donnerstagnachmittag brachen in Europa zudem die Börsen massiv
ein: Der Deutsche Aktienindex (Dax) verlor im Abwärtssog der
internationalen Börsen zeitweise fast 5,3 Prozent und notierte bei 4124
Punkten. Am Handelsende schloss er mit einem Minus von 3,1 Prozent bei
4220 Punkten. Der FTSE-100 in London verlor bis zum Ende des Handels
3,3 Prozent und notierte bei 3875 Punkten. Der CAC-40 in Paris verlor
3,5 Prozent auf 2980 Zähler und schloss damit zum ersten Mal seit
fünfeinhalb Jahren unter der 3000-Punkte-Marke. In New York rutschte
der Dow-Jones-Index wegen schlechter Arbeitsmarktzahlen unter die Marke
von 7800 Punkten und notierte bei 7937 Zählern, ein Minus von 0,8
Prozent. (AFP/red.)