AUA baut 1.000 Stellen ab
Komplette Restrukturierung des Unternehmens
Nachdem das kurzfristige Maßnahmenpaket von 225 Mio EUR, das sich die Austrian Airlines für heuer als Einsparungsziel gesetzt haben, bereits erfüllt ist, nimmt das Management nun die mittelfristige Ergebnisverbesserung in Angriff.
Um eine im europäischen Schnitt übliche EBIT-Marge von ca. 6-7% zu
erreichen, muss bis 2012 schrittweise eine Ergebnisverbesserung von ca.
200 Mio EUR erzielt werden. „Die Erreichung dieses Ziels wird nun vor
allem durch die Krise, die sich mittlerweile zu einer handfesten
Rezession entwickelt hat, erschwert, zeigt aber gleichzeitig, dass eine
Restrukturierung des Unternehmens zwingend erforderlich ist, um mit
einer stärkeren Krisenresistenz für die Zukunft gut aufgestellt zu
sein. Daher sind nun konsequentere Maßnahmen erforderlich, um die
Kostenstruktur der Austrian Airlines Group nachhaltig zu verbessern.
Ziel ist es, durch Strukturverbesserungen und Produktivitätserhöhungen
auch eine deutliche Senkung der Personalkosten zu erreichen“, erklären
die Austrian Vorstände Dr. Andreas Bierwirth und Dr. Peter Malanik.
Abbau von 1.000 Stellen bis Mitte 2010
Aus
diesem Grund werden Austrian Airlines nun eine sukzessive
Restrukturierung des Unternehmens mit dem Ziel, schlankere und
effizientere Strukturen zu schaffen, einleiten. In diesem Rahmen wird
es auch zu einem Abbau von rund 1.000 Stellen bis Mitte 2010 kommen.
Dieser wird schrittweise in Form von einvernehmlichen Lösungen,
Outplacements und durch Nicht-Nachbesetzung von Vakanzen erfolgen. Ziel
ist jedenfalls, den Mitarbeiterabbau so sozialverträglich wie möglich
zu gestalten, es wird aber auch zu Kündigungen kommen. An den
Detailkonzepten wird derzeit gearbeitet. Mit den Betriebsräten wurden
bereits entsprechende Gespräche aufgenommen.
AUA-Vertrieb und -Netzwerk neu
Neben
einigen Reorganisationsmaßnahmen, die bereits laufend stattfinden, wird
es nun im Bereich Verkauf und Netzwerk zu einer ersten großen
Restrukturierung kommen. Durch eine Trennung der Bereiche, Reduktion
von Führungsebenen sowie eine komplette Neuorganisation soll eine
qualitative Verbesserung und eine Stärkung des Vertriebs im In- und
Ausland erfolgen. Die Zahl der Vollzeitstellen in diesem Bereich wird
um rund 300 gesenkt. Reorganisationen in weiteren Unternehmensbereichen
werden schrittweise folgen.




Panorama 02.09.2010 | 18:08
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